GUATEMALA

Ende 2017 bereiste ich trotz den abschreckenden EDA Informationen Guatemala – ein Land, das mich gleich nach der Ankunft in den Bann zog und mir aufgrund seiner enormen Authentizität wahrscheinlich ewig in Erinnerung bleiben wird. Während dieser Reise entdeckte ich mystische, vom Regenwald überwachsene Mayapyramiden, flanierte durch Antigua, was einer Zeitreise in die Kolonialzeit glich, und erklomm einen der vielen Vulkane Guatemalas mit Blick auf den aktiven Krater des Volcán de Fuego. Die atemberaubende Naturgewalt dieses Landes war ebenso prägend wie die offenherzige Gastfreundschaft der Guatemalteken.

Gleichzeitig war ich seit der Landung in Guatemala City von einem beklemmenden Gefühl befallen und spürte einen dunklen Schatten der Gewalt, welcher über dem Land lag. Dies lag nicht nur an den vielen mit Schrotflinten bewaffneten Wachtmännern, den täglich neu schockierenden Medienberichten, sondern auch wegen den unzähligen Sicherheitsmassnahmen, um Überfälle und Einbrüche abzuwehren. Viele Guatemalteken sind arm und haben kaum einen Ausweg aus ihrem harten Alltag. Zudem sind die Erinnerungen an den Krieg noch sehr präsent. Und auch wenn Krieg der Vergangenheit angehört, so hat sich die einst ideologische Auseinandersetzung seither in die Bandenkriminalität von Maras und in die Drogenmafia verschoben.

Mit diesem Wissen fotografierte ich während meines Aufenthaltes nachts nicht, sondern schlief dann meistens hinter dicken Stahltüren. Hält man sich an die Sicherheitshinweise, sind die Ausflüge sicher und bequem. Leider stecken die schmerzenden Wunden der kriegerischen inneren Konflikte vor über 20 Jahren noch tief im Bewusstsein der Bevölkerung. Dies wurde während zahlreicher Gespräche mit Guatemalteken zum Ausdruck gebracht.  Die Verständigung mit Englisch war teilweise sehr schwer, da Spanisch die gängigste Landessprache ist und dies, obwohl mehr als die Hälfte der Guatemalteken eine der 53 indigenen Sprachen spricht. Leider war ich keiner der 53 Maya-Sprachen mächtig, ja nicht einmal Spanisch beherrsche ich.

Während des Aufenthaltes traf ich auf offene und an Fremden interessierte Menschen, die sich gerne mit mir austauschen wollten, auch wenn ich manchmal bloss die Gestik und Mimik deuten konnte. Ich lernte dieses Land rasch zu lieben, trank den besten Kaffee meines Lebens und genoss die kulinarischen Leckerbissen. Guatemala du hast mich begeistert!

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